Grundschule und Mittelschule Lappersdorf

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Tegernh. Schlucht

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Die Tegernheimer Schlucht - Lohnt sich ein Besuch?
Klasse 8

Nach dem Studium zahlreicher Artikel und einiger Internet-Recherchen wollte es die damalige 8. Klasse der Hauptschule Lappersdorf genauer wissen und erforschte die Tegernheimer Schlucht. Geologisch und geschichtlich äußerst interessant, aber für den Laien nicht leicht verständlich, so erweist sich die Tegernheimer Schlucht:

Das Aufeinandertreffen des Grundgebirges mit 600 Millionen Jahre alten Gneisen und 300 Millionen Jahre alten Graniten im Osten mit dem Höhenzug des Keilbergs aus Trias- und Juragesteinen im Westen und den Ablagerungen aus Kiesen und Sanden aus der Erdneuzeit im Süden der Schlucht.

Man ist schon auf sich allein gestellt!

Im Osten Regensburgs, in Tegernheim, befindet sich die Schlucht.Bloß, wenn man sie erst einmal gefunden hat, ist man auf sich allein gestellt. Es ist kein Informationsschild da und es gibt keine Wegbeschreibung.

Viel zu sehen ist eh’ nicht, da alles mit Bäumen und Sträuchern überwachsen ist. Am Fuß der Schlucht finden wir versteckt einen kleinen Weiher, hier wurde früher Ton abgebaut. An der Westseite treten braune bis rot gefärbte Sandsteine zu Tage. Möchten wir sie genauer unter die Lupe nehmen, müssen wir uns erst durch eine dschungelartige Krautschicht mit vielen Brennnesseln durchkämpfen. Dann geht es steil bergauf. An den Wegrändern erkennen wir schnell, dass es sich jetzt um ein anderes Gestein handelt. Weiß und grau präsentieren sich Kalksteine. Von einem ursprünglichen Abbau von Kohle und Eisenerz ist nichts zu finden. Haben wir erst einmal die Höhe erreicht und den Blick über das Donautal genossen, wird der Rückweg etwas abenteuerlich. Man sollte Wanderstecken und gute Schuhe mitbringen, sonst rutscht man leichtauf dem schmalen, glitschigen Pfad aus!

Tobias Z.



Bombentrichter oder Spuren von altem Bergbau?

In der Chronik der Gemeinde Tegernheim von Raimund Roser (1992) findet sich ein Artikel über den Luftangriff der amerikanischen Bomber vom 9. Dezember 1944. Hier erwischte es den Ort Tegernheim am schlimmsten. Während ein Teil der Bevölkerung Schutz im Tegernheimer Felsenkeller suchte, flüchteten andere ins Sulzbacher Spatwerk, ein kleiner Teil blieb auch zu Hause.

Der damalige Ortspfarrer Johann Kuhn berichtete 1949 genau über die schrecklichen Ereignisse. Neben vielen Treffern, die im Ort zum Teil beträchtliche Schäden hinterließen, gab es auch Einschläge in den Gärten und in den Weinbergen: „Die nächsten Bombentrichter waren in den Weinbergen … Die Obstbäume waren mitsamt den Wurzeln herausgerissen und das Erdreich weit umher gestreut. Auch die Felder waren übersät mit großen und kleinen Trichtern.“

Einige der Krater konnten wir beim Rundgang noch sehen. Besonders ein kreisrunder, gewaltiger Einbruch erweckte unsere Neugierde. Die Frage, ob es sich hier um Zeugen eines vergangen Bergbaus handelt oder um ein Relikt aus dem 2.Weltkrieg, beschäftigte uns hier besonders. Unsere Klasse hätte spielend in dem fast 8 Meter tiefen Trichter Platz gefunden, aber nicht alle hatten den Mut hinunter zu steigen.

Felix meinte: „Die Erzählung von dem Bombenangriff ging uns hier drastisch unter die Haut. Ich denke, dass diese Zeugen der dramatischen Ereignisse zu Ende des 2. Weltkrieges für viele vielleicht sogar interessanter sind als die Beschreibung der geologischen Entstehung.“

Klasse 8



Der Schatz in der Schlucht

So stand es am 18. Juni 2007 in der Heimatserie der Mittelbayerischen Zeitung.

Angeregt vom Heimat- und Geschichtsverein erarbeitete der Geologe Dr. Helmut Wolf, der schon durch viele interessante Projekte auf sich aufmerksam gemacht hatte, ein Konzept zur Rettung der Tegernheimer Schlucht.

Zur 1100-Jahr-Feier Tegernheims soll hier ein Lehrpfad errichtet werden. Die Schlucht ist viel zu bedeutend, um sie dem Wildwuchs zu überlassen. Auch Bürgermeister Hofer findet den Ort einzigartig und möchte zu seinem Erhalt beitragen. Noch steht keine der vier geplanten Infotafeln, doch ihre Herstellung ist bereits im Auftrag.

Nach Dr. Wolf sind am Eingang der Schlucht (Station 1) eine geologische Karte, eine Wanderkarte, eine Beschreibung der Bedeutung der Tegernheimer Schlucht, die wichtigsten vorkommenden Gesteinsarten als große Blöcke und ein interaktives Modell, das die Tektonik der Tegernheimer Schlucht erklärt, geplant.

Bei Station 2, an der Kapelle, soll der Sandsteinaufschluss zugängig gemacht werden und auf dem weiteren Weg, bei Station 3, soll durch einen Schurf der Kalkstein freigelegt werden. der 4. Station, mit dem wunderschönen Panoramablick über das Donautal, soll durch Kalksteinhandstücke aus den verschiedenen Horizonten mit Fossilien die geologische Abfolge verdeutlicht werden.

Ein Audioguide, Flyer und eine Internetpräsentation sollen den Lehrpfad ergänzen. Johann Wolfgang von Goethe, der beim Besuch der Schlucht im Jahre 1786 diesmal keine Steine aufsammeln wollte,Alexander von Humboldt, Matthias Flurl und andere geologisch bewanderte Persönlichkeiten hatten es früher leichter die unterschiedlichen Gesteinsarten zu entdecken, war doch die Tegernheimer Schlucht damals weit weniger bewachsen, wie man auf einer Zeichnung von 1875 aus AMMON L.v. (abgedruckt in „Rund um Regensburg“ von Meyer und Schmid-Kaler), leicht erkennen kann.

Jennifer K., Lorena S. und Rebecca P.



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