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Besuch der KZ-

Am Mittwoch, 23.11.2011 besuchten wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 der Mittelschule Lappersdorf, die KZ-
Wir mussten nur ein paar hundert Meter von der Bushaltestelle zur Gedenkstätte gehen. Hier angelangt jammerten schon einige von uns, dass ihnen zu kalt sei und sie möglichst schnell ins Warme wollten.
Der Weg durch das Jourhaus war kurz, dies heißt Taghaus und war zugleich der Eingang ins KZ. Es ist die einzige Passage, um hinein und hinaus zu gelangen. Außerdem steht an dem Tor des Jourhauses der Spruch „Arbeit macht Frei!"
Dahinter schließt sich der Appellplatz an. Er wurde dazu genutzt, dass die Häftlinge morgens und abends Appell stehen mussten, damit sie durchgezählt werden konnten. Wenn jemand fehlte, blieben alle so lange stehen, bis der Gefangene gefunden wurde. Manchmal dauerte es auch mehrere Tage.
Auf dem Platz froren manche von uns noch mehr, als wir erfuhren, dass die Häftlinge ihre Kleidung abgeben mussten und jeder von ihnen nur eine gestreifte Leinenhose, ein gestreiftes Hemd, eine Kappe und Holzschuhe erhielt. Deshalb überlebten viele im Winter auch nicht, wenn sie zur Strafe auf dem Platz über Nacht stehen mussten.


Endlich durften wir das Wirtschaftsgebäude betreten, das heute als Museum verwendet wird und viele unterschiedliche Dokumente und Bilder über die Zeit des Konzentrationslagers Dachau zeigt.
Im ersten Raum befand sich eine große Landkarte von Europa und darauf waren die KZ-
Im zweiten befanden sich Informationswände. Dort wurde die Vorgeschichte „Von der Demokratie zur Diktatur" beschrieben.
In den Räumen drei bis sechs erfuhren wir, dass das KZ in Dachau 1933 das erste seiner Art war. Die ersten Gefangenen waren Politiker der KPD.
In den Anfangsjahren konnten Familien ihren Angehörigen Nahrungsmittel und Geld zukommen lassen, denn es fehlte oft an Essen und Trinken. Wenn die Häftlinge einen Befehl verweigerten oder nicht richtig ausführten, wurden sie mit langem Stehen, Pfahlhängen und Schlagen mit einem Stock bestraft.
In der 2. Phase des Konzentrationslagers von 1939 bis 1941 wurde das Lager zum Instrument der Vernichtung. Zu Beginn verhaftete die Gestapo etwa 2000 Repräsentanten des politischen und kulturellen Lebens der ehemaligen Tschechoslowakei. Von denen wurden ca. 550 Leute in das KZ Dachau deportiert. Von 99 verhafteten Polen wurden fast alle ermordet.
In der 3. Phase (1941 -
Die Gaskammer in Dachau wurde nachweislich nie benutzt.
1945 wurde das Konzentrationslager befreit.
Im Wirtschaftsgebäude befindet sich der sog. Schubraum. Dorthin wurden die neu eingelieferten Menschen geführt, man nahm ihnen ihr ganzes Hab und Gut weg und rasierte ihnen am ganzen Körper die Haare. Danach wurden sie desinfiziert und geduscht. Dann bekamen sie ihre Häftlingskleidung. Der Schubraum war wie eine Mittelstation zwischen Eingang und Lager, damit keine Krankheiten eingeschleppt und verbreitet wurden.
Gefangene, die arbeitsunfähig waren, mussten im Häftlingsbad warten. Danach wurden sie ausgeliefert und nach Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort ermordet.
Nach Kriegsende wurden im Häftlingsbad oft Filme oder Konzerte vorgeführt.
Der Bunker war hinter dem Wirtschaftsgebäude. Er war groß und die Insassen lebten aber in sehr engen Zellen. Die Türen waren abgesichert mit einem Gitter zum Durchschauen. Die Bunkerhaft wurde für die SS zur Methode, missliebige und unbequeme Häftlinge einzusperren, um sie außerhalb der Reichweite ihrer Mitgefangenen erschwerten Haftbedingungen auszusetzen, zu foltern oder zu ermorden.
Auf der anderen Seite des Appellplatzes befanden sich die Baracken. Uns wurde gezeigt, wie die Gefangenen schliefen, sich wuschen und lebten. Zum Schlafen hatten sie Strohbetten, Strohkissen und eine Decke. In der Baracke mussten sie auch noch essen. Die Hygiene war sehr schlecht. Sie hatten in einer Baracke zwei Waschbrunnen und die Toiletten waren eng zusammen ohne Trennung.
Am Anfang lebten 70 Gefangene in einer Baracke, am Schluss 280. Es waren 36 Baracken in zwei Reihen aufgebaut, wovon zwei für die Besucher wiederhergestellt wurden.

Außerhalb des Geländes des KZ befand sich das Krematorium, damit die Gefangenen nicht die Toten sahen. In den ersten Jahren wurden alle Toten in zwei Verbrennungsöfen verbrannt. Als die Gefangenenzahlen stiegen, wurde es um ein neues Krematorium mit vier Öfen erweitert.
Ein KZ-
Kurz vor der Befreiung, als die Totenzahlen explodierten, wurden die Leichen auf einen Haufen geworfen. Man kam mit dem Verbrennen nicht mehr mit.
Mahnmale erinnern ebenfalls an diese schlimme Zeit. Am Ende der Lagerstraße stehen die katholische Todesangst-
Die Skulptur, die auf dem Appellplatz steht, zeigt die Leiden der Häftlinge. Auf einer Tafel des Mahnmal steht in unterschiedlichen Sprachen „NIE WIEDER".
Klasse 9