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Unser Besuch in der KZ-
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8, unternahmen eine Unterrichtsfahrt mit der Bahn zur KZ-
Bevor man die KZ-
Nach dem Tor lag als erstes der Appellplatz vor uns. Hier mussten sich die Häftlinge morgens und abends versammeln. Nach dem Wecken um 4.00 Uhr mussten sie zum ersten Zählappell um 5.15 Uhr erscheinen. Gelang einem Häftling die Flucht, dauerte der darauffolgende Strafappell für alle mindestens eine Nacht und einen halben Tag.Das jetzt hier errichtete Mahnmal zeigt das Leiden der Häftlinge.
Links vom Appellplatz erstreckte sich der Bereich der Baracken. Eine Baracke ist für die Besucher zum Begehen hergerichtet. Eindringlich wird hier verdeutlicht, wie sich die Situation in den Baracken veränderte. Wir erfuhren, dass am Anfang jeder Häftling sein eigenes Bett hatte. Jede Wohnbaracke war in vier "Stuben" unterteilt. Für zwei Stuben gab es eine gemeinsame Waschanlage. 52 Häftlinge wurden in einer Stube untergebracht, also 208 pro Baracke. Ab 1944 war das Lager so überfüllt, dass bis zu 1600 Menschen in einer Baracke untergebracht wurden. So mancher von uns dachte sicherlich an sein Bett daheim, als uns der Lehrer die strengen Bettmachvorschriften erklärte. Wer dagegen verstieß, wurde hart bestraft.
Das KZ war rundum mit elektrischen Stacheldrahtzäunen umgeben. Im Konzentrationslager war vor den Zäunen noch ein Grasstreifen. Wenn man diesen betrat, wurde man sofort erschossen. Das Flüchten aus dem Lager war unmöglich, denn die Wachtürme waren mit zwei Wachleuten besetzt und um das Lager in 200Abstand verteilt. Konnte man den Schützen entkommen, musste man den Wassergraben überqueren und dann folgte ein elektrisch geladener Zaun, der unüberwindbar war. Verzweifelte Häftlinge stürzten sich auch freiwillig in den Zaun.
Außerhalb des KZ steht ein Nebengebäude, sodass die Häftlinge nicht sahen, was hier vor sich ging. Als erstes kommt ein Warteraum, dessen Boden mit Holz belegt ist, sodass der Eindruck auf das bevorstehende Brausebad entstand. In Wirklichkeit erwartete die Häftlinge aber die Gaskammer, die mit vielen Duschköpfen besetzt war. Die Opfer dachten, sie dürften duschen, stattdessen wurde durch Mauerklappen in der Wand das tödliche Gas in die Kammer geleitet. Es schloss sich das Krematorium an. Wir erfuhren aber, dass in Dachau in der Gaskammer keine Massenvernichtungen durchgeführt wurden, wohl aber wahrscheinlich schon bei einzelnen Menschen die Anlagen ausprobiert wurden.
Nach der Führung durch die Gedenkstätte informierten wir uns an den Schautafeln im Museum. Viele Stellwände und Plakate zeigten uns die Situationen, in denen sich die Menschen hier befanden. Filme, in denen man die qualvollen Ereignisse sehen konnte, vor allem bei der Befreiung durch die Amerikaner, schufen in uns ebenfalls einen schrecklichen Eindruck über das Geschehen dieser Zeit.
Klasse 8